Zum Inhalt springen
0176 16 0519 88

Erneuerbare Energien

Photovoltaik in Saarbrücken: Hangdach, Flachdach oder Balkon – was im Saartal passt

Südhang oder Schattenseite, Fernwärme oder Durchlauferhitzer: Wo Solarstrom in Saarbrücken wirklich ankommt.

3 Min. Lesezeit

Einfamilienhaus mit Photovoltaikanlage auf dem Dach im Abendlicht

Saarbrücken liegt im Südwesten der Republik, und das merkt man auf dem Dach: Eine nach Süden geneigte, unverschattete Fläche erreicht hier grob 950 bis 1.050 Kilowattstunden je Kilowatt-Peak und Jahr. Die eigentliche Frage ist in dieser Stadt aber selten die Sonne, sondern die Topografie: Wer am Triller, an der Bellevue, am Eschberg oder in Bischmisheim wohnt, hat ein Dach am Hang, und der Hang entscheidet mit.

Südhang, Nordhang, Talsohle

Das Saartal verläuft grob von Südost nach Nordwest. Häuser an den Hängen über der Saar schauen entweder in die Sonne oder auf den gegenüberliegenden Hang. Ein Dach, das zum Tal hin nach Südwesten zeigt, liefert nachmittags und abends – genau dann, wenn zu Hause gekocht wird. Ein Nordhang-Dach bringt oft nur die Hälfte; hier lohnt die Belegung beider Dachhälften nach Ost und West. In der Talsohle – St. Johann, Malstatt, Burbach – stehen die Mietshäuser dicht, und Nachbardächer, Bäume am Saarufer und die Hänge selbst werfen Schatten. Eine Verschattungsanalyse gehört deshalb an den Anfang jeder Planung.

Im Schnitt drei Parteien je Haus

Gut 104.000 Wohnungen verteilen sich auf knapp 37.000 Gebäude – das eigene Dach ist die Ausnahme. Für Etagenwohnungen im Nauwieser Viertel, auf dem Rodenhof oder in den Blöcken der Folsterhöhe bleibt das Steckersolargerät: zwei Module am Balkongeländer, bis 800 Watt Wechselrichterleistung, Eintrag nur im Marktstammdatenregister. Der Vermieter darf die Anlage nicht ohne triftigen Grund ablehnen, hat aber bei Befestigung und Optik ein Wort mitzureden – in denkmalgeschützten Lagen wie der Siedlung Von der Heydt zusätzlich die Denkmalbehörde.

Fernwärme oder Durchlauferhitzer: wo der Strom bleibt

Ob sich eine Dachanlage rechnet, entscheidet der Eigenverbrauch. Ein Haushalt an der Fernwärme – in Burbach und Malstatt seit 2023 – heizt nicht mit Strom; hier bleibt der Tagesverbrauch klein, und ohne Speicher wandert der Großteil des Solarstroms zu geringer Vergütung ins Netz. Wer dagegen Warmwasser elektrisch bereitet, eine Wärmepumpe plant oder ein E-Auto lädt, nutzt die Mittagsspitze direkt. Ein Batteriespeicher verschiebt Strom in den Abend; ob er sich lohnt, hängt vom Lastprofil ab, nicht von der Modulzahl.

Anmeldung bei der Stadtwerke Saarbrücken Netz AG

Jede Dachanlage wird vor Inbetriebnahme beim Netzbetreiber angemeldet – im Stadtgebiet bei der Stadtwerke Saarbrücken Netz AG, im Umland beim jeweils örtlichen Netzbetreiber. Dazu kommt der Eintrag im Marktstammdatenregister innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme. Der Zählerschrank muss einen Zweirichtungszähler aufnehmen können; in Wiederaufbauhäusern der 1950er ist das häufig der erste Posten auf der Liste.

Seibel365 vermittelt für Saarbrücken und den Regionalverband Elektriker aus dem Partnernetzwerk, die Zählerplatz, Anschluss und Anmeldung übernehmen – mehr zur Elektroinstallation.

Weitere Ratgeber

Alle Ratgeber ansehen

Wissen, das im Alltag weiterhilft.

Praktische Ratgeber, verständlich erklärt – für mehr Sicherheit, Effizienz und Komfort in Ihrem Zuhause.

Jetzt anrufen: 0176 16 0519 88